Wellness- & Spa-Innenarchitektur als eigene Disziplin
Ein Wellness- oder Spa-Bereich folgt anderen Regeln als ein Wohnraum oder ein Gastronomieraum. Wasser, Dampf, Hitze und Kälte greifen unmittelbar in die Materialwahl ein. Beleuchtung muss dimmbar und atmosphärisch sein – ohne in der Sauna oder im Dampfbad zu versagen. Akustik darf nicht hart sein, Sichtachsen müssen Privatsphäre und Choreographie zugleich erlauben. Und der Übergang von Umkleide über Ruhebereich, Sauna, Dampfbad, Tauchbecken bis zum Ruhebett ist eine räumliche Erzählung in Sequenzen.
Wir bearbeiten diese Disziplin auf mehreren Ebenen: Hotel-Spas und Day-Spas, private Wellness-Bereiche in Wohnungen und Häusern (häufig im Übergang vom Master-Bad zum Wellness-Raum), Fitness-Studios mit Wellness-Anbau, Beauty-Studios mit Sauna- oder Dampfbad-Crossover.
Material, Licht, Wasser
Material. Naturstein – Marmor, Travertin, Kalkstein – als haptische Grundlage. Holz, in Saunen klassisch Zedernholz oder Hemlock, in Ruhebereichen geöltes Eichen- oder Nussbaum-Furnier. Glas als Trennung ohne Geste der Trennung. Messing als wärmender Detailton. Beton und Mosaik in Nassbereichen, präzise abgedichtet und in fugenarmer Verarbeitung. Wir denken Material nicht als Katalogentscheidung, sondern als Materialschnitt, der Wasser, Wartung und Atmosphäre gleichzeitig löst.
Licht. Warm-dimmbar, indirekt, sequenziell durch Raumzonen. Eine gute Spa-Lichtplanung führt Gäste über Lichtwechsel – heller Eingang, gedimmter Ruheraum, akzentuierte Sauna, kalte Klarheit am Tauchbecken, weiches Glühen am Liegebereich. Lichtplanung übernehmen wir in-house oder projektbezogen mit ausgewählten Partnern.
Wasser- und Klimatechnik. Bodenabläufe, Abdichtung nach Verbund- und Flächen-Abdichtungs-Norm, Lüftung gegen Schimmel, Temperaturzonen-Steuerung. Diese Disziplinen liegen technisch bei spezialisierten Fachplaner:innen – wir koordinieren sie aus dem Entwurf heraus, damit Technik und Atmosphäre nicht gegeneinander arbeiten.
Referenzen — privat, nicht veröffentlicht
Wir haben Referenzen im Wellness- und Spa-Bereich realisiert, zeigen sie hier aber nicht öffentlich. Es handelt sich überwiegend um private Auftraggeber:innen, deren Diskretion wir respektieren. Gerne sprechen wir im persönlichen Gespräch über realisierte Projekte und Materialwelten.
Was wir öffentlich zeigen können, sind adjazente Disziplinen, die direkt in Wellness-Projekte einzahlen:
Hospitality mit Atmosphäre als Kern. GREGORS Boutique Vinothek und VERACE zeigen, wie Lichtstimmung, Materialhaltung und akustische Weichzeichnung einen Raum tragen können. Diese Methodik überträgt sich präzise auf Spa- und Ruhebereiche.
Premium-Residential mit Master-Bad und Wellness-Bereich. Im D150 Penthouse und im HAUS D7 haben wir Master-Bäder mit Wellness-Charakter realisiert – Naturstein, Lichtführung, Wanne als Skulptur, sequenzielle Übergänge zum Schlafbereich.
Hospitality-Revitalisierung mit DGNB-Gold. Die REMERGE Lobby – realisiert mit Feldmann Architekten – zeigt, wie wir mit Fachplaner-Konsortien in Großprojekten arbeiten.
Unsere Stärke in diesem Segment liegt zunächst in Beratung und Konzept. Vollausführung mit Bauleitung ist möglich – in der Regel im Schulterschluss mit spezialisierten Wellness-Technik-Fachplaner:innen, die wir projektabhängig zuziehen.
Wie wir einsteigen
Wir empfehlen einen Einstieg in zwei oder drei Schritten: Konzept- und Beratungsphase mit Material-, Licht- und Atmosphären-Strategie; anschließend Entscheidung über den weiteren Leistungsumfang. So lässt sich das Risiko für Sie überschaubar halten und gleichzeitig prüfen, ob unsere Methodik zu Ihrem Projekt passt.
Sehen Sie auch unsere Residential-Leistungen (für Master-Bad-Projekte), unsere Hospitality-Leistungen und unsere Beratungs-Leistung für reine Konzept-Mandate. Dieselbe Haltung zu Gesundheit und Wohlbefinden trägt unsere Praxis-Innenarchitektur.