Fertigstellung
VERACE
Typ
GASTRONOMIE
Fläche
100 m²
Der langgestreckte Grundriss wurde durch klare Raumzonierung gegliedert und atmosphärisch aufgeladen:
– Eingangsbereich mit großen Schaufenstern, Sitzplätzen und großzügiger Raumhöhe
– Barzone mit abgesenkter Decke zur Aufnahme der technischen Infrastruktur
– Hauptgastraum mit Sichtachse zum Herzstück: einem original neapolitanischen Pizzaofen, flankiert von einem Marmorblock als funktionalem „Pizzatisch“
Unterschiedliche Deckenhöhen inszenieren den Raum wie ein Bühnenbild. Sie bremsen Blicke, erzeugen Spannung und machen Lust auf Entdeckungen. Jeder Sitzplatz bietet eine andere Perspektive – auf Details, Farben, Materialien oder die vielen Anekdoten, die sich in Möbeln und Accessoires spiegeln.
Der Raum lebt: durch Leichtigkeit, Frohsinn, Geräuschkulisse und das Zusammenspiel von Licht und Oberfläche. Ein Ort für ein schnelles Abendessen – oder ein ausuferndes Festmahl.
Die Innenarchitektur des Verace vermittelt Gastlichkeit über Emotion, Atmosphäre und Materialität. Rot karierte Tischdecken – klassisch, ikonisch – bilden das visuelle Zentrum. Sie kontrastieren mit rau verputzten Wänden, einer Theke aus handgefertigten Fliesen und Details aus mattem Messing.
Die Wandmalereien, entstanden in enger Zusammenarbeit mit einer Wiesbadener Künstlerin, unterstreichen die Individualität des Konzepts. Sie finden sich im Eingangsbereich, im hinteren Gastraum sowie in den Sanitärbereichen – mal ironisch, mal ikonisch, immer wirkungsvoll.
Verace wurde gemeinsam mit Lichtplanerin Leonie Langenstein realisiert. Das Projekt steht auf der Longlist des Awards „Die schönsten Restaurants & Bars 2023“ und gehört damit zu den 100 besten Gastronomiekonzepten im deutschsprachigen Raum.
Es zeigt: Atmosphäre entsteht nicht zufällig. Sie entsteht durch Licht, Möbel, Oberflächen – durch Haltung. Und durch Interior Design, das kulinarische Identität in räumliche Übersetzung bringt.